Pseudocode bezeichnet die Darstellung eines Algorithmus in einer Schreibweise in der Art einer Programmiersprache, die aber in der Regel näher an der menschlichen Sprache ist als ausformulierter Programmcode.
Pseudocode ist eine halbformale, nicht standardisierte Sprache, mit der man die Ablaufstrukturen eines Algorithmus grob durch Texte und fest vorgegebene Schlüsselwörter beschreibt.
Verwendung
Bei der Implementation eines Algorithmus in verschiedenen Programmiersprachen fällt auf, dass die Implementierungen äußerst unterschiedlich sind. Gerade für Programmierer, die in einer bestimmten Programmiersprache ungeübt sind, kann es schwer sein, die Funktion eines Codestücks nachzuvollziehen, weil Formalitäten den Blick aufs Wesentliche versperren. An dieser Stelle kommt Pseudocode ins Spiel.
Pseudocode wird dann eingesetzt, wenn die Funktionsweise eines Algorithmus im Vordergrund und die sprachspezifische Implementation im Hintergrund stehen. Dies führt zu größerer Übersichtlichkeit, weil triviale Codestücke je nach belieben stark abgekürzt werden können und Formalitäten nicht "die Sicht versperren".
Auch bei der Entwicklung von Algorithmen und Codestücken kommt oft Pseudocode ins Spiel. So kann man sich auf die Funktionsweise konzentrieren, ohne sich zuerst mit der genauen Syntax auseinanderzusetzen.
Anwendungsgebiete sind also Lehrbücher und der Entwurfprozess.